Unter #MoinRadlandSH stellen wir jeden Monat Projekte aus Schleswig-Holstein vor. Diesmal die …
Fahrradstraße Husby
Mehr Sicherheit und bessere Anbindung im ländlichen Raum
Im Kreis Schleswig-Flensburg wurde im November 2025 in Husby eine neue Fahrradstraße außerhalb geschlossener Ortschaften eingeweiht. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie durch gezielte Maßnahmen die Verkehrssicherheit erhöht und gleichzeitig die Attraktivität des Radverkehrs im ländlichen Raum gesteigert werden kann.
Die Fahrradstraße verbindet Hürup über die K122 und die Husbyfelder Straße direkt mit dem Bahnhalt Husby. Damit verbessert sie nicht nur die intermodale Anbindung für Pendlerinnen und Pendler, sondern stärkt auch die überregionale Radroute Husby–Hürup–Tastrup–Flensburg. Sowohl Alltagsradfahrende als auch Freizeitradelnde profitieren von der deutlich aufgewerteten Infrastruktur.
Vor der Umgestaltung stellte die Husbyfelder Straße eine typische außerörtliche Herausforderung dar: keine Geschwindigkeitsbegrenzung, eingeschränkte Sichtverhältnisse durch Kurven und Knicks sowie zu geringe Fahrbahnbreiten. Begegnender Kfz-Verkehr musste auf die Banketten ausweichen, und ein regelkonformes Überholen von Radfahrenden mit ausreichendem Sicherheitsabstand war faktisch nicht möglich.
Mit der Ausweisung als Fahrradstraße – ergänzt durch „Anlieger frei“ – gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Diese Maßnahme trägt maßgeblich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei und schafft klarere Rahmenbedingungen für alle Verkehrsteilnehmenden. Gleichzeitig bleibt die Nutzung für landwirtschaftlichen Verkehr gewährleistet.
Ein weiterer zentraler Mehrwert liegt in der verbesserten Erreichbarkeit des Bahnhalts Husby. Die Maßnahme unterstützt damit gezielt die Verknüpfung von Rad- und Schienenverkehr im ländlichen Raum.
Begleitet wurde die Gemeinde durch RAD.SH im Rahmen einer Planungsberatung, insbesondere bei der Ausarbeitung der Antragsdetails für die zuständige Verkehrsbehörde. Das Projekt unterstreicht, wie durch kommunales Engagement und fachliche Unterstützung sichere und nachhaltige Mobilität auch außerhalb urbaner Räume erfolgreich gefördert werden kann.
Fazit für die Praxis:
Die Fahrradstraße in Husby liefert ein übertragbares Modell für Kommunen, die mit begrenztem Mitteleinsatz die Verkehrssicherheit erhöhen, den Radverkehr stärken und gleichzeitig bestehende Verkehrsbedarfe – etwa landwirtschaftliche Nutzung – integrieren möchten.







