Unter #MoinRadlandSH stellen wir jeden Monat Projekte aus Schleswig-Holstein vor.
Radroutennetz in Neumünster optimiert und neu beschildert
Im Rahmen des Masterplans Mobilität der Stadt Neumünster wurden die wichtigsten Quell- und Zielorte für den Alltags-, Freizeit- und touristischen Radverkehr analysiert und in einem strukturierten Netz aus Haupt- und Nebenrouten zusammengeführt. „Die touristische Radwegweisung verläuft nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern orientiert sich an möglichst attraktiven Strecken, beispielsweise durch den Stadtwald und entlang des Schwalewanderweges“, erläutert der für Tourismus zuständige Mitarbeiter der Stadt Neumünster, Arne Lewandowski. Verkehrsplaner Michael Köwer ergänzt: „Alltagsrouten sind dagegen auf möglichst direkte und schnelle Verbindungen zwischen wichtigen Quellen und Zielen ausgerichtet.“
Das überarbeitete städtische Radnetz umfasst insgesamt rund 118 Kilometer. Mit der Neuordnung des Netzes wurde auch die bestehende Radverkehrswegweisung überarbeitet. Grundlage für die neue Beschilderung ist der Erlass zur Radverkehrswegweisung des Landes Schleswig-Holstein aus dem Jahr 2023. Die Planung integriert sowohl Alltags- und Freizeitrouten als auch touristische Verbindungen wie den Ochsenweg oder den Vicelinweg auf Neumünsteraner Stadtgebiet.
Für die Kosten der Planung der Radverkehrswegweisung wurden Landesmitteln aus dem Finanzausgleich genutzt. Für die Umsetzung – die Demontage der bisherigen Beschilderung, die Beschaffung und Montage der neuen Wegweisung sowie die Endkontrolle – erhielt die Stadt einen Zuschuss von 75 % aus dem Landesförderprogramm „Ab aufs Rad“. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 104.600 Euro, der Eigenanteil der Stadt Neumünster hieran beträgt etwa 18.750 Euro.
„Für die erfolgreiche Bearbeitung von Projekten sind optimale Rahmenbedingungen äußerst hilfreich, daher gebührt RAD.SH und dem Tourismus- und Wirtschaftsministerium als Fördermittelgeber ein besonderer Dank für die Beratung, Begleitung und Unterstützung bei den radtouristischen Themen“, hebt Arne Lewandowski hervor.
Das Projekt verdeutlicht, dass durch eine strategische Planung, fachliche Expertise und Engagement in der Verwaltung sowie eine zielgerichtete Förderung durch das Land auch mit überschaubarem kommunalem Eigenanteil wirksame Verbesserungen für den Radverkehr umgesetzt werden können.








