Gemeinde Timmendorfer Strand

Fahrradbeauftragte Martina Janzen (links) und Klimaschutzmanagerin Regine Maaß (rechts)
Bürgermeisterin Hatice Kara mit E-Bike

Die Gemeinde Timmendorfer Strand liegt in einem der wohl schönsten Landstriche Deutschlands direkt an der Lübecker Bucht. Mit ihren Ortsteilen Timmendorfer Strand, Niendorf/Ostsee, Hemmelsdorf und Groß Timmendorf zählt sie rund 9.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf immerhin 20 km². Sowohl der 7 km lange Küstenstreifen als auch das erlebnisreiche Hinterland laden zu unvergesslichen Radtouren ein.

„Unsere Gemeinde ist nicht so groß, als dass nicht alle Ortsteile per Fahrrad erreichbar wären. Nur geht es mit einem E-Bike einfach schneller und umweltfreundlicher durch die hügelige Ortslage, auch bei Gegenwind und Regen“, meint Martina Janzen, Fahrradbeauftragte der Verwaltung, indem sie das neue Elektrofahrrad im Fuhrpark der Gemeinde vorstellt. Und Bürgermeisterin Hatice Kara stellt fest: „Wir arbeiten auf der Grundlage unseres Klimaschutzteilkonzeptes ‚Klimafreundliche und zukunftsweisende Mobilität‘ seit 2016 kontinuierlich an Lösungen, um die Dienstfahrten der Gemeindeverwaltung so klimaschonend wie nur möglich zu gestalten. Das neue E-Bike ist der ideale Weg, um dies bei kurzen Dienstfahrten zu erreichen.“

Das neue Pedelec hat eine Reichweite – abhängig von der Wahl der Unterstützung – von bis zu 70 km. Es kostete insgesamt rund 1.800,- €. Die Ladung erfolgt ganz einfach über die Steckdose.

„Ein Pkw stößt pro Kilometer durchschnittlich 140 g CO2 aus, während unser ökostromgetriebenes Pedelec im laufenden Betrieb keinerlei Emissionen verursacht“, erläutert Klimaschutzmanagerin Regine Maaß – „vom angestrengten Ausatmen einmal abgesehen“, fügt sie schmunzelnd hinzu. „Es stehen weitere Fahrräder mit Normalantrieb zur Verfügung, die regelmäßig für Erledigungen in den Ortsteilen genutzt werden. Ihre Wartung übernimmt ein ortsansässiges Fahrradunternehmen, welches einen schnellen Service bietet. Die Kontrolle der Fahrräder und die Organisation ihres Einsatzes obliegt der Fahrradbeauftragten.“

Die wirtschaftliche Grundlage für Timmendorfer Strand stellt der Fremdenverkehr dar, der aber mit einer hohen Belastung durch motorisierte Fahrzeuge einhergeht. Die Gemeinde will klimaverträgliche Alternativen aufzeigen und hofft, im nächsten Jahr ein integriertes Fuß- und Radverkehrskonzept mit Hilfe ihrer Bürgerinnen und Bürger entwickeln zu können. Es geht dabei um die Vermeidung von Konflikten auf der Strandpromenade, die Errichtung von Fahrradabstellanlagen, die Einrichtung eines touristischen Fahrradverleihsystems und die Verbesserung der überörtlichen Radverkehrsanbindung.

KONTAKT:
Regine Maaß
Klimaschutzmanagerin
Telefon: 04503/807-128
E-Mail: r.maass@
timmendorfer-strand.org

Gemeinde Oststeinbek

Naherholung in der Feldmark
Rathausmitarbeiter auf den Dienstfahrrädern

Die Gemeinde Oststeinbek liegt im Süden des Kreises Stormarn, direkt angrenzend an die Stadt Hamburg, die Stadt Glinde sowie die Gemeinde Barsbüttel. Oststeinbek hat knapp 9.100 Einwohnerinnen und Einwohner und ist vor allem durch seine sehr gute Anbindung an die Stadt Hamburg und seine Lage im Grünen ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort.

Neben dem Erfahrungsaustausch mit anderen Mitgliedskommunen erhofft sich die Gemeinde Oststeinbek von ihrer Mitgliedschaft in der RAD.SH vor allem neue Ideen sowie Unterstützung bei der Umsetzung von Maßnahmen. Durch die Gemeinde verläuft die Landesstraße 94, die ein sehr hohes Verkehrsaufkommen aufweist. Rund 19.000 Pkw verkehren täglich durch die Ortsmitte. Vor allem die hohe Lärmbelastung wirkt sich negativ auf die Lebensqualität vor Ort aus.

Gegen den Durchgangsverkehr ist die Gemeinde nahezu machtlos. Bei der Erarbeitung eines innerörtlichen Verkehrskonzeptes hat sich aber herausgestellt, dass rund 40 % des erzeugten Verkehrs gemeindeeigener Quell- und Zielverkehr sind. Entsprechend der Absicht der Gemeindevertretung, künftig den Rad- und Fußverkehr stärker zu fördern, soll vor allem der Anteil der Wege, die innerörtlich mit dem Pkw zurückgelegt werden, reduziert und damit die Lebensqualität in der Gemeinde Oststeinbek
erhöht werden. 2014 hat die Gemeinde Oststeinbek für die Rathausbeschäftigten zwei Dienstfahrräder als Alternative zum Dienst-Kfz angeschafft. Diese werden vor allem für kurze Wege innerhalb der Gemeinde genutzt. Gleichzeitig liefern sie durch die sportliche Aktivität einen positiven Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Darüber hinaus wurden bereits rund 3,5 km ehemals asphaltierte landwirtschaftliche Feldwege, die durch Materialermüdung und Wurzelaufbrüche zum Teil große Schäden aufwiesen, zu einer wassergebundenen Wegedecke umgebrochen. Diese Wege dienen neben der Landwirtschaft vor allem Spaziergängern und Radfahrenden, die im Zuge der Naherholung ihre Freizeit in der Feldmark verbringen. Im Zuge des Umbruchs wurden viele Wege außerdem verbreitert und damit Nutzungskonflikte mit
den landwirtschaftlichen Verkehren reduziert. Das Programm wird fortgesetzt.

KONTAKT:
Iris Hoffmann
Stadtplanerin
Telefon: 040/713003-66
E-Mail: Iris.hoffmann@oststeinbek.de