Fördermittel des Landes Schleswig-Holstein

Diese Seite wird laufend aktualisiert. Trotzdem kann es vorkommen, dass Fördersysteme sich geändert haben. Nehmen Sie am besten direkten Kontakt zu den jeweiligen Projektträgern auf. Auch lohnt es sich, auf deren Seiten die bereits geförderten Projekte zu durchforsten. So bekommt man am schnellsten einen Eindruck.

 

GVFK Mittel

Für die Verbesserung der Straßenverkehrsinfrastruktur in der Region können Gemeinden, Kreise oder kommunale Zusammenschlüsse Zuwendungen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Schleswig-Holstein (GVFG-SH) erhalten.

Die Fördergrundquote beträgt im Regelfall 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten und kann u.U. auf bis zu 85% steigen. Die Fördervorhaben werden nach ihrer Dringlichkeit in ein jährlich zu erstellendes Förderprogramm aufgenommen. In der „Richtlinie über Zuwendungen aus Finanzhilfen für den kommunalen Straßenbau in Schleswig-Holstein“ werden Fördertatbestände, Förderquote und die Quotenzuschläge beschrieben. Mehr Informationen und Ansprechpartner finden sich auf den Seiten der Landesregierung.

 


Aktivregionen SH

Auch die Aktivregionen gewähren Zuschüsse zu Radprojekten (wie z.B. Radstation in Rendsburg). Mit Hilfe europäischer Fördermittel (ELER = Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums) setzen öffentliche und private Träger in den AktivRegionen Projekte in und für die ländlichen Räume um!

Jede AktivRegion hat einen hauptamtlichen Regionalmanager/-in – nehmen Sie Kontakt mit ihm/ihr auf. Zur Übersichtswebsite.

 



Fördermittel des Bundes

Für den aktuellen Stand bitte ggf. bei den Projektträgern direkt nachfragen.

Hinweis für die Jahre 2020 und 2021: Durch das Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung stellt der Bund 100 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Verschiedene Projekte (Kommunalrichtlinie, Klimaschutz durch Radverkehr und kommunale Klimaschutzmodelle) erhalten eine höhere Förderquote. Für finanzschwache Kommunen ist erstmals eine 100-Prozent-Förderung möglich. Mehr dazu hier.

 

Nationaler Radverkehrsplans

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 nicht-investive Maßnahmen zum Radverkehr. Jedes Jahr werden verschiedene Förderschwerpunkte gesetzt. Die Antragsstellung hat in der Regel bis zum 1. August eines Jahres zu erfolgen. Eine Förderung erfolgt dann im darauffolgenden Jahr ab dem 1. Januar.

Weitere Informationen und Ansprechpartner unter: Portal des Nationalen Radverkehrsplans.

 


Sonderprogramm “Stadt und Land”

Mit diesem Programm sollen Länder und Kommunen bei der Planung und Herstellung flächendeckender, geschützter und möglichst getrennter Radverkehrsnetze – auch durch Umverteilung des vorhandenen Straßenraumes – unterstützt werden. Die mit den Ländern abzuschließende Verwaltungsvereinbarung wird derzeit erarbeitet. Der finanzielle Rahmen beträgt:

  • 2020: 20 Mio. Euro
  • 2021: 185 Mio. Euro
  • 2022: 225,75 Mio. Euro
  • 2023: 226,48 Mio. Euro

 


Modellvorhabens des Radverkehrs – Zuschüsse an Länder und sonstige juristische Personen des öffentlichen Rechts

Im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) innovative investive Projekte. Förderungswürdige Projekte sind insbesondere richtungsweisende infrastrukturelle Maßnahmen, die einen lückenlosen Radverkehr in Deutschland voranbringen, Modellcharakter haben und Leuchttürme sein können. Mobilitätskonzepte, die sich z.B. auf urbane oder regionale Zukunftsfelder des Radverkehrs ausrichten, sind ebenfalls förderfähig.
Das Förderprogramm wurde im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 um 125 Mio. Euro aufgestockt (2020: +25 Mio. Euro, 2021: +30 Mio. Euro, 2022 und 2023: je +35 Mio. Euro).

Auf den Seiten des Fahrradportals finden Sie weitere Informationen: Zur Website

Als erstes Bundesland erhielt Hamburg im Juni 2020 eine Zusage für eine anteilige Finanzierung in Höhe von 75% der Gesamtkosten, d.h. von 5,7 Mio Euro. Zur Nachricht

 


Radnetz Deutschland

Die mit den Ländern abzuschließende Verwaltungsvereinbarung zum Programm “Radnetz Deutschland” wird vom BMVI derzeit erarbeitet. Der finanzielle Rahmen beträgt laut  Kap. 1210 TGr 09 Titel 891 91 “Zuschüsse für den Ausbau und die Erweiterung des “Radnetzes Deutschland”:

  • 2020: 5 Mio. Euro
  • 2021: 10 Mio. Euro
  • 2022: 15 Mio. Euro
  • 2023: 15 Mio. Euro

 


Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) fördert und initiiert das Bundesumweltministerium Klimaschutzprojekte in ganz Deutschland. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen.

Die NKI biete eine umfassende Beratung an: Zur Website
Eine gute Übersicht bietet der Vortrag Förderung Radverkehr: Zum Vortrag
Hier finden Sie die Übersicht aller Radverkehrsprojekte: Übersicht

 


Kommunalrichtlinie

Strategisch oder investiv, von der Einzelmaßnahme bis zum umfassenden Konzept: Die Möglichkeiten, als Kommune oder kommunaler Akteur vor Ort Klimaschutzmaßnahmen mithilfe einer Förderung über die Kommunalrichtlinie umzusetzen, sind vielfältig. Dazu zählen Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs, wie Konzepte, Abstellanlagen, Mobilitätsstationen, Radwegebau, Verkehrssteuerung (grüne Welle), aber auch Personal.

Ein Förderlotse hilft bei der Auswahl der richtigen Förderung: Kommunalrichtlinie Förderlotse

 


Klimaschutz durch Radverkehr

Im Rahmen des Förderaufrufes „Klimaschutz durch Radverkehr“ können modellhafte, investive Projekte zur Verbesserung der Radverkehrssituation in konkret definierten Gebieten wie beispielsweise Wohnquartieren, Dorf- oder Stadtteilzentren gefördert werden. Dazu gehören auch mehr Radwege für sicheres und klimafreundliches Vorankommen, Stellplätze mit Ladestationen für Pedelecs und Lastenräder, Lösungen für lokale Radverkehrsdienstleistungen, mehr Raum für klimafreundliche Zweirad-Mobilität etc. Der Förderuafruf ist sehr weit gefasst und bietet viele Möglichkeiten.

Projektskizzen können jeweils vom 1. März bis 30. April und vom 1. September bis 31. Oktober eingereicht werden. Die Förderquote beträgt bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Finanzschwache Kommunen können vorbehaltlich der beihilferechtlichen Zulässigkeit eine Förderquote von bis zu 90 Prozent erhalten.

Beim Projektträger Jülich finden sich weitere Informationen und direkte Ansprechpartner. Eine telefonische Beratung vor Antragstellung macht Sinn: Zur Website

Weitere Infos und Beispiele für bereits gestellte Projekte (grauer Kasten unten auf der Seite) gibt es hier.