Kreis Segeberg

Seit Mai 2016 verfügt der Kreis Segeberg über einen ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten. Er leitet den Radverkehrsbeirat, der in der
Regel dreimal jährlich zusammentritt. In dem zehnköpfigen Gremium sind Kommunen, der ADFC, der Radsport, der Radtourismus und der Naturschutz des 268.000 Einwohner zählenden Kreises vertreten. Der Radverkehrsbeirat spricht Empfehlungen zur Radverkehrsförderrung aus, die dann im Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz (UNK) behandelt werden.

Nach dem Motto „Kreis Segeberg steigt auf … das Rad!“ ist der Radverkehrsbeauftragte Ansprechpartner für Verwaltung, Selbstverwaltung und Öffentlichkeit in allen Angelegenheiten der Radverkehrsförderung. Er ist in dieser Hinsicht Bindeglied und Mittler zwischen der Kreisverwaltung, dem Kreistag und seinen Ausschüssen, den Ämtern und Gemeinden des Kreises, der Landesverwaltung, den Vereinen und Verbänden in den Bereichen Radverkehr und -tourismus.

Er arbeitet eng mit dem Regionalmanagement und den Klimaschutzbeauftragten des Kreises zusammen. Schwerpunktmäßig beteiligt er sich an der Fortschreibung und Umsetzung des Radverkehrskonzeptes des Kreises, an der Planung von Radschnellwegen in der Metropolregion Hamburg und an der Entwicklung der RAD.SH.

Das STADTRADELN, organisiert von der Klimaschutzleitstelle, ist zu einem festen Termin im Kalender des Kreises Segeberg geworden. Das Ziel ist es, für den Klimaschutz, mehr Radverkehr und eine bessere Radinfrastruktur einzutreten. Dafür werden die im Aktionszeitraum mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer in Teams gesammelt. So treten die am STADTRADELN Teilnehmenden untereinander in einen Wettbewerb um die meisten CO2-frei zurückgelegten Kilometer. Dabei ist es unerheblich, ob die Wege zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf oder in der Freizeit zurückgelegt werden, entscheidend ist der Verzicht auf das Auto in der alltäglichen Mobilität. Der Kreis Segeberg beteiligt sich an dieser mittlerweile internationalen Kampagne des Klima-Bündnis e.V. seit 2015. Begonnen wurde mit3 teilnehmenden Kommunen, 343 Radelnden und über 70.000 Fahrradkilometern, entsprechend 10 t CO2-Emission. 2017 legten 7 Kommunen mit 837 Radlerinnen und Radlern mehr als 170.000 km in drei Wochen zurück, was einem CO2-Ausstoß von knapp 25 t entsprochen hätte. Dabei sticht die kreisangehörige Gemeinde Kattendorf mit den meisten zurückgelegten Kilometern pro Einwohner heraus und errang damit den Bundessieg 2017 im zweiten Jahr in Folge, Bebensee stand wieder als Zweiter auf dem Treppchen.