Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg AöR

Begehung im Rahmen des Fußverkehrs-Checks 2017

Im Jahr 2003 beschlossen die Räte von Rendsburg (ca. 27.000 Einwohnerinnen und Einwohner), Büdelsdorf (ca. 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner) und elf Umlandgemeinden, einen gemeinsamen Gebietsentwicklungsplan zu schaffen. Damit sollte im Zeitraum von 15 bis 20 Jahren eine bedarfsgerechte, geordnete und auf Schwerpunkte ausgerichtete Siedlungsentwicklung der beteiligten Gemeinden und Städte im Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg eingeleitet und sichergestellt werden. Aus dieser Initiative heraus entwickelte sich in der Folge eine interkommunale, durch vertragliche Vereinbarungen gestützte Kooperation, die sich heute als Entwicklungsagentur für den Lebens und Wirtschaftsraum Rendsburg mit allen Fragen der kommunalen und regionalen Entwicklung befasst. Gemeinschaftliche Träger sind die kooperierenden Kommunen.

Wie der Anteil von 17 % am Modal Split (der Wahl des Verkehrsmittels) zeigt, ist Radfahren im Lebens- und Wirtschaftsraum alltäglich, anders als der Radtourismus wird es jedoch bisher nicht systematisch gefördert.

Von ihrer Beteiligung am Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ verspricht sich die Entwicklungsagentur eine beschleunigte Förderung des Alltagsradverkehrs. Das vom Bund geförderte Vorhaben „Fahr Rad in Rendsburg – Integrierte Förderung des Alltagsradverkehrs in einer Stadt-Umland-Region“ soll die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad und die Anbindung des Fahrradverkehrs als Zu- und Abbringer an die Hauptachsen des öffentlichen Nahverkehrs verbessern, Transportlösungen „erfahrbar“ machen und Vorbildakteure unterstützen. Das Vorhaben soll bis zum Jahr 2020 umgesetzt sein.

Mit dem Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ will der Fachverband Fußverkehr Deutschland e. V. Grundlagen für eine strategische Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene entwickeln. Rendsburg wurde als eine von fünf Modellstädten ausgewählt, in denen im Jahr 2017 Fußverkehrs-Checks und Workshops durchgeführt wurden. Diese dienten dazu, einen Handlungsleitfaden zu entwickeln, der den Städten und Gemeinden durch Praxishinweise und Erfahrungswerte Entscheidungshilfen geben und sie bei der Erstellung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie unterstützen soll. Begleitet wird das Vorhaben, das bis Ende März 2018 vom Umweltbundesamt unterstützt wird, von einem Fachbeirat.

KONTAKT:
Annika Müller
Klimaschutzmanagerin Mobilität
Telefon: 04331/206-303
E-Mail: annika.mueller@
entwicklungsagentur-rendsburg.de

 

 

Geplante Servicestation in Rendsburg, Janiak+Lippert, Architekten und Ingenieure GmbH, Fockbek