Stadt Geesthacht

Radtour der Stadt Geesthacht
Beidseitig nutzbarer Radweg an der Trift
Der Seitenstreifen wurde für Radfahrer und Fußgänger hergerichtet und massiv mit Pfählen vor parkenden Lkw geschützt.

Geesthacht liegt im Südosten Schleswig-Holsteins, östlich von Hamburg am Nordufer der Elbe. Das Stadtgebiet umfasst 33 km². Geesthacht besteht aus 6 Ortsteilen und ist mit einer Einwohnerzahl von rund 30.000 die größte Stadt des Kreises Herzogtum Lauenburg.

Der Radverkehr spielt in Geesthacht eine immer wichtigere Rolle. Im Rahmen des Verkehrsentwicklungskonzeptes der Stadt wurde ein Radverkehrskonzept erarbeitet und von der Ratsversammlung 2014 beschlossen. Jährlich stehen 150.000 € für die Umsetzung von Maßnahmen aus diesem Konzept zur Verfügung. Darüber hinaus werden gesonderte Projekte zur Förderung des Radverkehrs in Geesthacht umgesetzt.

Das bisher umfangreichste Projekt ist hierbei die Radverbindung Freibad – Oberstadt. Die Route soll die beiden Ortsteile Ober- und Unterstadt mit einem Höhenunterschied von 58 m fahrradtechnisch verbinden. Die Steigung von bis zu 9 % hält die Menschen häufig von der Radnutzung auf dieser Strecke ab. Es wurde eine Streckenführung erarbeitet, die ein zügiges und dennoch möglichst unangestrengtes Vorankommen gewährleisten soll. Bisher wurden
Markierungen in Form von Schutzstreifen angebracht, die Fahrbahnführung und der Kfz-Parkplatz neu geordnet und kenntlich gemacht, dazu ein in beide Richtungen nutzbarer Radweg angelegt. Es sollen weitere Maßnahmen auf der Strecke folgen mit Umgestaltung des Straßenraums in Form von Fahrradstraße, Minikreiseln, Fortführung der Schutzstreifen, Vollsignalisierung
am Freibad zur besseren Gliederung der Verkehrsströme und damit verbesserten sicheren Nutzung des Knotens durch Fußgänger und Radfahrer.

Einfache Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Radfahrende werden unbürokratisch und zügig erarbeitet und umgesetzt. In der Dünenstraße erfolgte ein Lückenschluss. Hier gab es keinen Radweg oder Schutzstreifen, durch starke Lkw-Nutzung weist die Straße Schlaglöcher auf. Am Rand parkten oft Lkw, die die Radnutzung behinderten. Der Seitenstreifen
wurde mit einer wassergebundenen Decke hergerichtet und vor dem Abstellen von Lkw konsequent mit Pfählen geschützt.

Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Öffentlichkeitsarbeit. So hat sich die Stadt Geesthacht in den Jahren 2016 und 2017 mit steigenden Teilnehmerzahlen an der bundesweiten STADTRADELN-Aktion beteiligt und in deren Rahmen eigene Radtouren ausgearbeitet und angeboten. So gab es z. B. eine Feierabend-Radtour „Grüne Vielfalt Geesthacht“ zu den verschiedenen Landschaftsräumen des Stadtgebietes.

KONTAKT:
Anette Platz
Stadt Geesthacht
Fachdienst Umwelt
Telefon: 04152 /13-305
E-Mail: anette.platz@geesthacht.de

Gemeinde Henstedt-Ulzburg

Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg gehört mit knapp 28.500 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den stetig wachsenden Kommunen Schleswig-Holsteins und liegt auf der Entwicklungsachse Hamburg – Norderstedt– Kaltenkirchen in der Metropolregion Hamburg.

Das Thema Radverkehr gewinnt in der Gemeinde eine zunehmende  Bedeutung. Die Optimierung und Weiterentwicklung des Radverkehrs innergemeindlich sowie überörtlich sind wichtige Ziele im Zusammenhang mit der Umsetzung des Verkehrsstrukturkonzeptes. Am STADTRADELN des Klima-Bündnis e. V. hat sich Henstedt-Ulzburg 2017 zum dritten Mal beteiligt. Zu Beginn der dreiwöchigen Kampagne gab es eine gemeinsame Auftakttour mit dem Bürgermeister und im Verlauf wurden weitere Radtouren vom ADFC-Henstedt-Ulzburg und vom Verein BürgerAktiv angeboten.

Radweg Hamburger Straße Höhe Gewerbegebiet Nord

Radweg Hamburger Straße auf Höhe MarktkaufIm Jahr 2016 wurde vom gemeindlichen Umwelt-und Planungsausschuss beschlossen, auf der Grundlage des Verkehrsstrukturgutachtens ein Hauptradroutennetz zur Verbindung der vier Ortsteile Ulzburg, Henstedt, Ulzburg-Süd und Henstedt-Rhen sowie des Gewerbegebiets Nord zu erstellen. Nunmehr wird über konkretere Maßnahmen zur Verbesserung bzw. zum Ausbau der vorhandenen Radwege diskutiert. Seitens der Kreisverwaltung Segeberg wird derzeit an der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes gearbeitet, in welchem die gemeindlichen Hauptrouten mit berücksichtigt werden. Der Radverkehr spielt in Geesthacht eine immer wichtigere Rolle. Im Rahmen des Verkehrsentwicklungskonzeptes der Stadt wurde ein Radverkehrskonzept erarbeitet und von der Ratsversammlung 2014 beschlossen. Jährlich stehen 150.000 € für die Umsetzung von Maßnahmen aus diesem Konzept zur Verfügung. Darüber hinaus werden gesonderte Projekte zur Förderung des Radverkehrs in Geesthacht umgesetzt. Das bisher umfangreichste Projekt ist hierbei die Radverbindung Freibad – Oberstadt. Die Route soll die beiden Ortsteile Ober- und Unterstadt mit einem Höhenunterschied von 58 m fahrradtechnisch verbinden. Die Steigung von bis zu 9 % hält die Menschen häufig von der Radnutzung auf dieser Strecke ab. Es wurde eine Streckenführung erarbeitet, die ein zügiges und dennoch möglichst unangestrengtes Vorankommen gewährleisten soll. Bisher wurden Markierungen in Form von Schutzstreifen angebracht, die Fahrbahnführung und der Kfz-Parkplatz neu geordnet und kenntlich gemacht, dazu ein in beide Richtungen nutzbarer Radweg angelegt. Es sollen weitere Maßnahmen auf der Strecke folgen mit Umgestaltung des Straßenraums in Form von Fahrradstraße, Minikreiseln, Fortführung der Schutzstreifen, Vollsignalisierung am Freibad zur besseren Gliederung der Verkehrsströme und damit verbesserten sicheren Nutzung des Knotens durch Fußgänger und Radfahrer.

Fahrradwegweiser

Die Metropolregion Hamburg hat im Jahr 2017 eine Potenzialanalyse für Radschnellwege-Korridore veröffentlicht. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden 33 potenzielle Korridore von der Technischen Universität Hamburg auf Erreichbarkeitsverbesserungen hin untersucht. Der im Fokus stehende nördliche Korridor verläuft durch die Gemeinde Henstedt-Ulzburg. Eine Machbarkeitsstudie wird zeigen, wie abseits des Kfz-Verkehrs eine Radschnellv

Pause bei der STADTRADELN-Radtour 2015erbindung zwischen Wohngebieten, Arbeitsstätten innerhalb und außerhalb des Ortes, weiterführenden Schulen, zentralen Einrichtungen
und Schnellbahnstationen geschaffen werden könnte. Als Mitglied der RAD.SH möchte Henstedt-Ulzburg gemeinsam mit den anderen Kommunen
die Mobilitätsmöglichkeiten der Gemeinden – auch im Hinblick auf zu erwartende Verkehrszuwächse – nachhaltiger gestalten, um die Sicherheit
der zu Fuß gehenden und Rad fahrenden im Verkehr zu erhöhen.

Pause bei der STADTRADELN-Radtour 2015

KONTAKT:
Inna Busch
Ortsplanung und
Gemeindeentwicklung
Telefon: 04193 /963-423
E-Mail: inna.busch@henstedt-ulzburg.de

 

Stadt Preetz

Tunnel unter den Gleisen, Glindskoppel
Schusteracht

Preetz ist, gemessen an der Einwohnerzahl von 16.500, die größte Stadt im Kreis Plön, mit einer Fläche von 14,5 km2, davon 2 km2 Wasserfläche. Als Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums verfügt Preetz über eine gesunde Infrastruktur, ist gut angebunden an die Bahn Richtung Kiel und Lübeck und bietet eine naturschöne Umgebung für die Naherholung.

Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist die „Schusteracht“, ein ausgeschilderter Rundkurs von 64 km in Form einer Acht mit Zentrum in der Schusterstadt Preetz, der durch den Natur und Kulturraum des Schwentinetals führt. Alle Infos dazu finden Sie auf der Hompage des sehr aktiven Vereins www.schusteracht.de.

Der Radverkehr ist für die Stadt Preetz von großer Bedeutung, daher ist es nur konsequent, dass wir Gründungsmitglied der RAD.SH geworden sind. Ein Radwegenetz von rund 33 km im Stadtgebiet und die kleine Grundfläche machen uns zu einer Stadt der kurzen Wege – etwa die Hälfte aller Pkw-Fahrten in der Stadt haben eine Distanz von weniger als 5 km. Da ist Potenzial, einen erheblichen Anteil durch Fahrradfahrten ersetzen zu lassen. Die Stadt Preetz hat dazu eine AG Radverkehr ins Leben gerufen, besetzt aus Mitgliedern der Stadtvertretung und der Verwaltung. Diese hat ein „Radverkehrskonzept Preetz 2010 – 2020“ erarbeitet, um den Radverkehr allgemein zu fördern und um die Belange des Radverkehrs bei unseren Planungen angemessen und systematisch zu berücksichtigen.

Unser Ziel: Der derzeitige Fahrradverkehrsanteil von 12 % bis 15 % soll auf ca. 25 % gesteigert werden. Damit wollen wir eine sehr fahrradfreundliche Stadt werden. Das fängt bei guten Abstellmöglichkeiten, wie den Fahrradanlehnbügeln, an und geht bis zur Integration der „Schusteracht“ und weiterer Radtouren im Raum Preetz in ein anforderungsgerechtes Leitsystem.
Wichtiger Fokus ist es aktuell, die Kombinationsmöglichkeit Rad – Bahn noch stärker zu unterstützen, z. B. durch die Anordnung von Velo-Boxen zum Abstellen der Fahrräder für die Pendler. Das gilt natürlich auch für Radtouristen, die sich in Preetz aufhalten wollen und ihr Fahrrad mit Gepäck diebstahlsicher abstellen möchten. Dafür sollen Fahrradboxen am Bahnhof oder häufig genutzten Zielen aufgestellt und auch mit Lademöglichkeiten für E-Bikes versehen werden. All das wird besser gelingen, wenn die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Kommunen sich gemeinsam über den Verein RAD.SH organisieren, um sich zu vernetzen, die Förderkulissen aktiv zu gestalten und sich für die Unterstützung durch das Land SH stark zu machen.

KONTAKT:
Fritz Lehmann
Sachgebietsleiter
Telefon: 04342/303-259
E-Mail: strassen@preetz.de

Stadt Norderstedt

Norderstedt wurde am 1.1.1970 durch den Zusammenschluss von vier Gemeinden gegründet. Mit einer Einwohnerzahl von 80.000 ist Norderstedt die fünftgrößte Stadt Schleswig-Holsteins. Sie grenzt unmittelbar nördlich an das Stadtgebiet Hamburgs. Norderstedt ist Gründungsmitglied der RAD.SH.

Fuß- und Radverkehr sind in Norderstedt wesentliche Bestandteile einer integrierten Gesamtverkehrsplanung. Davon zeugt, dass Norderstedt sowohl über ein Radverkehrs- als auch über ein Fußverkehrskonzept verfügt. Der Etat für Fuß- und Radverkehr wurde inzwischen auf 1.000.000 € pro Jahr erhöht. Pro Einwohnerin bzw. Einwohner entspricht das einem Budget von etwa 13 €.

Die Radverkehrsförderung wird organisatorisch durch die Arbeitsgruppe Radverkehr unterstützt, die sich aus Verwaltung, Polizei, VCD und ADFC zusammensetzt und monatlich tagt. Dort wird jedes Jahr ein Maßnahmenplan aufgestellt, der die Radverkehrssituation in Norderstedt verbessern soll. Weiterhin ist die Stadt Norderstedt in der Projektgruppe Radschnellwege der Metropolregion Hamburg und im Radverkehrsbeirat des Kreises Segeberg aktiv. Im März 2017 wurde das Norderstedter Fahrradforum gegründet. Dort sitzen Verwaltung, Politik, Polizei, Beiräte und Vereine an einem Tisch und diskutieren Themen zur strategischen Radverkehrsförderung.

Die bereits umgesetzten Maßnahmen für den Rad- und Fußverkehr sind sehr breit angelegt. Neben einem 160 km langen ausgeschilderten Radwegenetz, das in Haupt- und Nebenrouten differenziert ist, existiert ein Fußwegenetz, das die Fußwege in Fußwegeachsen und Hauptfußwege gliedert. Beim Wegenetz sind insbesondere der bahnbegleitende Geh- und Radweg, der
als Nord-Süd-Achse fungiert, und der Ortsteilverbindungsweg Jägerlauf zwischen Harksheide und Glashütte hervorzuheben. Zusätzlich wurde das Konzept der Themenrundwege entwickelt, bei dem an ruhigen Rad- und Fußwegen jeweils ein spezifisches Thema mit vielfältigen umweltpädagogischen Angeboten präsentiert wird. Das öffentliche Fahrradverleihsystem ist inzwischen auf 16 Stationen mit 90 Tourenrädern
und 24 Transporträdern angewachsen. Norderstedts Radstation bietet direkt am Bahnhof Norderstedt-Mitte 450 Stellplätze. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch eine Fahrradkarte, den mobilfalter, Postkartenaktionen, Haltegriffe an Lichtsignalanlagen und einen Fahrradmülleimer. Und natürlich nimmt Norderstedt auch am STADTRADELN teil.

Neben der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes bildet das 20-Punkte-Programm den weiteren Rahmen für die künftige Radverkehrsförderung in Norderstedt.

KONTAKT:
Christine Haß
Nachhaltiges Norderstedt
Telefon: 040/535 95-366
E-Mail: christine.hass@norderstedt.de

TINK Startschuss
TINK Startschuss

Stadt Niebüll

OBEN: Fahrradstellplätze Jugendherberge
Postkarte zur Bürgerbeteiligung
schön. weit. oben.

Niebüll ist eine Stadt der kurzen Wege. So sind alle Ziele in der Stadt bequem auch mit dem Fahrrad zu erreichen. Die Innenstadt bietet zahlreiche Fahrradständer an zentraler Stelle. Auf dem Rathausplatz gegenüber dem Eingang zum Rathaus findet man die städtische Tourist-Info. Dort erhält man Fahrradkarten und aktuelle Informationen zu den touristischen Ausflugszielen
in der Region. Eine weitere Tourist-Info befindet sich direkt beim Bahnhof. Hier wird noch nach Parkmöglichkeiten für die zahlreichen Fahrräder der Sylt-Pendler gesucht.

Das gut ausgebaute Radwegenetz in und um Niebüll herum bietet sich für Radwanderungen geradezu an. Für Abstecher zu den nahegelegenen Inseln und Halligen sowie in das benachbarte Dänemark ist Niebüll der ideale Ausgangspunkt. Eine beliebte Unterkunft für Radlerinnen und Radler ist die Jugendherberge, schön gelegen an dem Freibad Wehle und dem Marschenpark.

Die Stadt Niebüll hat aktuell knapp 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Stadtvertretung hat sich für ein fußgänger- und fahrradfreundliches Niebüll ausgesprochen. Daraufhin wurde die nordfriesische Stadt Gründungsmitglied bei der RAD.SH. Im April 2017 hat die Stadt im Rahmen einer Bürgerbeteiligung um Mithilfe bei der Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs gebeten. Es gingen zahlreiche Ideen und Vorschläge ein, die dann von einem Arbeitskreis ausgewertet wurden. Als erste Maßnahme wurde unter dem Titel „Hätten Sie es gewusst? – Absteigen? Kreisverkehre? Schieben? Schritttempo?“ ein Flyer erstellt, der das Miteinander auf allen Verkehrswegen vereinfachen soll. Schon 2016 wurde der „Niebüller Stadtpfad“ eingeweiht, der Einwohner und Gäste an 33 interessante Stellen im Stadtgebiet führt, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden können.

KONTAKT:
Anke Paulsen
Assistenz Bürgermeister
Telefon: 04661/601-703
E-Mail: anke.paulsen@stadt-niebuell.de

Stadt Neumünster

Visualisierung der Bike-and-ride-Sammelschließanlage mit 110 Stellplätzen

Neumünster ist Oberzentrum und kreisfreie Stadt mit rund 82.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das 176 km lange Radverkehrsnetz ist in der Fläche gut ausgebaut, allerdings hat es erhebliche Mängel im Oberflächenzustand und in der Breite. Trotzdem ist der Radverkehrsanteil an allen Wegen mit 16 % im Jahresmittel relativ hoch, in den Sommermonaten liegt der Modal-Split-Anteil sogar bei 21 %.

Der Radverkehrsentwicklungsplan stammt bereits aus dem Jahr 1993 und wurde nur teilweise umgesetzt. In den letzten Jahren wurden nur wenige Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsbedingungen durchgeführt, wie die Markierung von Schutzstreifen und aufgeweitete Radaufstellstreifen in Knotenbereichen. Zur Förderung des Radverkehrs hat die Ratsversammlung nun ein 10-Punkte-Programm beschlossen. Zum Zwecke der Umsetzung wird derzeit ein Radverkehrskonzept aufgestellt. Parallel dazu wurden bzw. werden 2017 die beiden nachfolgenden Projekte durchgeführt:

Bike-and-ride-Anlagen

Der Hauptbahnhof Neumünster ist mit werktäglich rund 11.000 Ein- und Aussteigern einer der größten Bahnknotenpunkte in Schleswig-Holstein. Da zahlreiche Fahrgäste mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommen, wurde das Abstellangebot am Konrad-Adenauer-Platz (Bahnhofsvorplatz) in den vergangenen Jahren bereits verbessert durch den Austausch der Vorderradhalter gegen Radbügel und die Erhöhung des Stellplatzangebotes von 110 auf 204. Um auch für höhere Ansprüche ein entsprechendes Angebot zu bieten, wird bis Ende 2017 eine Sammelschließanlage für 110 Fahrräder fertiggestellt, in der die Fahrräder witterungs- und diebstahlgeschützt untergestellt werden können. Die Stellplätze können über eine Buchungsplattform im Internet gemietet werden. Der Zugang zur Anlage erfolgt mittels einer persönlichen PIN. Die Maßnahme wird zu wesentlichen Teilen aus Fördertöpfen des Landes Schleswig-Holstein und der Metropolregion Hamburg finanziert.

Klimaaktion STADTRADELN

Neumünster hat 2017 zum ersten Mal am STADTRADELN teilgenommen. Im dreiwöchigen Aktionszeitraum im Mai wurde ein vielfältiges Programm angeboten: Es gab 20 Radtouren, einen Fahrradaktionstag, eine Ausstellung, einen Fachvortrag mit anschließender Diskussion, Fahrradkinotage, eine Fahrrad-Stadtführung und einen Fahrrad-Gottesdienst. Der Höhepunkt war die 1. FahrradStadtRundFahrt auf dem 10 km langen Stadtring, der eigens dafür für den Kfz-Verkehr gesperrt wurde. Mit 32 Teams und 446 angemeldeten Teilnehmern, 73.412 erradelten Kilometern und vielen positiven
Rückmeldungen konnte ein überaus erfreuliches Ergebnis erreicht werden. Daher wird auch im Jahr 2018 STADTRADELN in Neumünster stattfinden.

KONTAKT:
Michael Köwer
Verkehrsplaner
Fachdienst Stadtplanung
und Stadtentwicklung
Telefon: 04321/942-26 25
E-Mail: radverkehr@neumuenster.de

 

 

 

 

Stadt Mölln

Radabstellanlage am Bahnhof Mölln
Beispiele für Schutzstreifen und Überquerungen in der Stadt.
Beispiele für Schutzstreifen und Überquerungen in der Stadt.

Die Stadt Mölln liegt im Südosten des Landes Schleswig-Holstein, ca. 50 km östlich von Hamburg und 30 km südlich von Lübeck im Naturpark Lauenburgische Seen. Der staatlich anerkannte Kneippkurort, auch bekannt als Eulenspiegelstadt, bietet Besuchern und Einheimischen eine Vielfalt von Urlaubsaktivitäten und Sehenswürdigkeiten. Als Mittelzentrum mit 19.000 Einwohnerinnen und Einwohnern übernimmt die Stadt Mölln wichtige zentralörtliche Funktionen für das ländlich geprägte Umland.

Zur Förderung des Radverkehrs setzt sich Mölln intensiv für den Ausbau und die Erhaltung der Infrastruktur für den fließenden und ruhenden Radverkehr ein. Unter anderem wurden die Benutzungspflicht vieler Radwege aufgehoben, Schutzstreifen errichtet, Flächen an Kreuzungen farblich markiert, Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet, Tempo-30-Zonen eingeführt und ein innovativer Stadtplan mit Radverkehrselementen entwickelt. Ergänzt werden dies Maßnahmen durch vermehrte Öffentlichkeitsarbeit. Auch an der bundesweiten Kampagne STADTRADELN beteiligt sich die Stadt seit 2016 mit großem Erfolg.

Bike-and-ride-Anlage

Im Frühjahr 2016 installierte die Stadt Mölln direkt am Bahnhof im Zuge eines ohnehin geplanten barrierefreien Ausbaus eine Radabstellanlage. Die Anlage bietet Berufspendlern, Freizeitradfahrern und Touristen eine optimale Bike-and-ride-Verbindung von und nach Mölln. Der 30 m lange Unterstand hat insgesamt 80 Plätze mit Anlehnbügeln und ermöglicht ein sicheres, schnelles und witterungsgeschütztes Abstellen der Fahrräder direkt am Bahnsteig. Im abschließbaren Teil der Anlage stehen für Pendler 32 Plätze zur Miete zur Verfügung. Gefördert wurde das Projekt vom Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH GmbH).

Veloroute Mölln

In Mölln wird eine attraktive und sichere Veloroute entwickelt. Sie stellt eine autofreie und direkte Verbindung zwischen mehreren Ortsteilen dar und erschließt den Einzelhandelsschwerpunkt. So hat die Veloroute das Potenzial,
einen Teil der kurzen Kfz-Fahrten, vor allem der Einkaufswege, auf das Fahrrad zu verlagern. Nutzer der Radroute profitieren von einer komfortablen und schnellen Strecke, die abgesehen von wenigen Berührungspunkten abseits des motorisierten Individualverkehrs (MIV) verläuft und damit Sicherheit zu jeder Jahreszeit vermittelt. In Zukunft könnte sie auch in das regionale und überregionale Radverkehrsnetz eingebunden werden, um für Touristen attraktiv nutzbar zu sein. Anschlüsse gäbe es zu Radrundtouren ins Hellbachtal oder zur Alten Salzstraße. Gefördert wird ein Teil des Projektes durch Bundesmittel und die AktivRegion.

KONTAKT:
Manfred Kuhmann
Fachbereichsleiter
Telefon: 04542/803-207
E-Mail: manfred.kuhmann@stadt-moelln.de
WEITERE INFORMATIONEN:
www.moelln.de/klimaschutz

 

Stadt Kellinghusen

Die Anlehnbügel am Rathaus sind „multifunktional“ nutzbar
Kellinghusener Gruppe auf Tagestour im Holsteiner Auenland

Fahrradfahren ist „in“. Auch und gerade in Kellinghusen. Bietet die Stadt doch aufgrund ihrer Größe mit 8.000 Einwohnern und ihrer Lage in der „grünen Mitte Schleswig-Holsteins“ ideale Voraussetzungen für den Veloverkehr. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn diese umweltschonende und gesunde Art der Fortbewegung eine ständig größere Anhängerschar findet. Einen hohen Stellenwert hat das Fahrrad im Alltagsbereich insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und Senioren. Als Freizeitverkehrsmittel steht es bei allen Altersgruppen hoch im Kurs. Nicht gering einzuschätzen: Auch bei Touristen wird Fahrradfahren immer beliebter. Für alle Radfahrenden wurde die Radwegweisung nach der Empfehlung des Landes Schleswig-Holstein konsequent umgesetzt.

Die Stadt fördert seit geraumer Zeit den Rad- und Fußverkehr auch in der Form, dass in Zusammenarbeit mit der Verkehrsaufsicht, der Polizei und den Straßenbaulastträgern sowie sachkundigen Bürgern (z. B. vom ADFC) bei
Verkehrsschauen verstärkt die Belange der Nahmobilität Berücksichtigung finden.

Zur Stärkung des Alltagsradverkehrs beteiligt sich Kellinghusen seit einigen Jahren an der Aktion STADTRADELN – und das mit wachsenden Teilnehmerzahlen. Verschiedene Nachbarschaftsgruppen und Vereine organisieren geführte Radtouren. Das kostenlose und offene Angebot des örtlichen ADFC – mehr als 100 Touren über das ganze Jahr verteilt – wird von
der Stadt logistisch unterstützt.

Aber – nichts ist so gut, als dass es nicht verbessert werden könnte. Kellinghusen ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft RAD.SH
und erhofft sich einen Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen zur weiteren Entwicklung sozialer und umweltschonender Mobilitätskonzepte.
Konkret steht die Stadt mit einer bereits beschlossenen Anbindung an das Eisenbahnnetz mit Haltepunkt in der Stadtmitte vor einer Neuordnung des Mobilitätsverhaltens.

Ein ergänzender Aspekt ist die Erwartung, dass durch Lobbyarbeit seitens der RAD.SH die Nahmobilität – also der Fuß- und Radverkehr – in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit gestärkt wird und weiter an Akzeptanz gewinnt.

KONTAKT:
Heinz-Jürgen Heidemann
Telefon: 04822/6829
E-Mail:
heinz-juergen.heidemann@adfc-sh.de