Stadt Neumünster

Visualisierung der Bike-and-ride-Sammelschließanlage mit 110 Stellplätzen

Neumünster ist Oberzentrum und kreisfreie Stadt mit rund 82.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das 176 km lange Radverkehrsnetz ist in der Fläche gut ausgebaut, allerdings hat es erhebliche Mängel im Oberflächenzustand und in der Breite. Trotzdem ist der Radverkehrsanteil an allen Wegen mit 16 % im Jahresmittel relativ hoch, in den Sommermonaten liegt der Modal-Split-Anteil sogar bei 21 %.

Der Radverkehrsentwicklungsplan stammt bereits aus dem Jahr 1993 und wurde nur teilweise umgesetzt. In den letzten Jahren wurden nur wenige Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsbedingungen durchgeführt, wie die Markierung von Schutzstreifen und aufgeweitete Radaufstellstreifen in Knotenbereichen. Zur Förderung des Radverkehrs hat die Ratsversammlung nun ein 10-Punkte-Programm beschlossen. Zum Zwecke der Umsetzung wird derzeit ein Radverkehrskonzept aufgestellt. Parallel dazu wurden bzw. werden 2017 die beiden nachfolgenden Projekte durchgeführt:

Bike-and-ride-Anlagen

Der Hauptbahnhof Neumünster ist mit werktäglich rund 11.000 Ein- und Aussteigern einer der größten Bahnknotenpunkte in Schleswig-Holstein. Da zahlreiche Fahrgäste mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommen, wurde das Abstellangebot am Konrad-Adenauer-Platz (Bahnhofsvorplatz) in den vergangenen Jahren bereits verbessert durch den Austausch der Vorderradhalter gegen Radbügel und die Erhöhung des Stellplatzangebotes von 110 auf 204. Um auch für höhere Ansprüche ein entsprechendes Angebot zu bieten, wird bis Ende 2017 eine Sammelschließanlage für 110 Fahrräder fertiggestellt, in der die Fahrräder witterungs- und diebstahlgeschützt untergestellt werden können. Die Stellplätze können über eine Buchungsplattform im Internet gemietet werden. Der Zugang zur Anlage erfolgt mittels einer persönlichen PIN. Die Maßnahme wird zu wesentlichen Teilen aus Fördertöpfen des Landes Schleswig-Holstein und der Metropolregion Hamburg finanziert.

Klimaaktion STADTRADELN

Neumünster hat 2017 zum ersten Mal am STADTRADELN teilgenommen. Im dreiwöchigen Aktionszeitraum im Mai wurde ein vielfältiges Programm angeboten: Es gab 20 Radtouren, einen Fahrradaktionstag, eine Ausstellung, einen Fachvortrag mit anschließender Diskussion, Fahrradkinotage, eine Fahrrad-Stadtführung und einen Fahrrad-Gottesdienst. Der Höhepunkt war die 1. FahrradStadtRundFahrt auf dem 10 km langen Stadtring, der eigens dafür für den Kfz-Verkehr gesperrt wurde. Mit 32 Teams und 446 angemeldeten Teilnehmern, 73.412 erradelten Kilometern und vielen positiven
Rückmeldungen konnte ein überaus erfreuliches Ergebnis erreicht werden. Daher wird auch im Jahr 2018 STADTRADELN in Neumünster stattfinden.

KONTAKT:
Michael Köwer
Verkehrsplaner
Fachdienst Stadtplanung
und Stadtentwicklung
Telefon: 04321/942-26 25
E-Mail: radverkehr@neumuenster.de

 

 

 

 

Stadt Mölln

Radabstellanlage am Bahnhof Mölln
Beispiele für Schutzstreifen und Überquerungen in der Stadt.
Beispiele für Schutzstreifen und Überquerungen in der Stadt.

Die Stadt Mölln liegt im Südosten des Landes Schleswig-Holstein, ca. 50 km östlich von Hamburg und 30 km südlich von Lübeck im Naturpark Lauenburgische Seen. Der staatlich anerkannte Kneippkurort, auch bekannt als Eulenspiegelstadt, bietet Besuchern und Einheimischen eine Vielfalt von Urlaubsaktivitäten und Sehenswürdigkeiten. Als Mittelzentrum mit 19.000 Einwohnerinnen und Einwohnern übernimmt die Stadt Mölln wichtige zentralörtliche Funktionen für das ländlich geprägte Umland.

Zur Förderung des Radverkehrs setzt sich Mölln intensiv für den Ausbau und die Erhaltung der Infrastruktur für den fließenden und ruhenden Radverkehr ein. Unter anderem wurden die Benutzungspflicht vieler Radwege aufgehoben, Schutzstreifen errichtet, Flächen an Kreuzungen farblich markiert, Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet, Tempo-30-Zonen eingeführt und ein innovativer Stadtplan mit Radverkehrselementen entwickelt. Ergänzt werden dies Maßnahmen durch vermehrte Öffentlichkeitsarbeit. Auch an der bundesweiten Kampagne STADTRADELN beteiligt sich die Stadt seit 2016 mit großem Erfolg.

Bike-and-ride-Anlage

Im Frühjahr 2016 installierte die Stadt Mölln direkt am Bahnhof im Zuge eines ohnehin geplanten barrierefreien Ausbaus eine Radabstellanlage. Die Anlage bietet Berufspendlern, Freizeitradfahrern und Touristen eine optimale Bike-and-ride-Verbindung von und nach Mölln. Der 30 m lange Unterstand hat insgesamt 80 Plätze mit Anlehnbügeln und ermöglicht ein sicheres, schnelles und witterungsgeschütztes Abstellen der Fahrräder direkt am Bahnsteig. Im abschließbaren Teil der Anlage stehen für Pendler 32 Plätze zur Miete zur Verfügung. Gefördert wurde das Projekt vom Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH GmbH).

Veloroute Mölln

In Mölln wird eine attraktive und sichere Veloroute entwickelt. Sie stellt eine autofreie und direkte Verbindung zwischen mehreren Ortsteilen dar und erschließt den Einzelhandelsschwerpunkt. So hat die Veloroute das Potenzial,
einen Teil der kurzen Kfz-Fahrten, vor allem der Einkaufswege, auf das Fahrrad zu verlagern. Nutzer der Radroute profitieren von einer komfortablen und schnellen Strecke, die abgesehen von wenigen Berührungspunkten abseits des motorisierten Individualverkehrs (MIV) verläuft und damit Sicherheit zu jeder Jahreszeit vermittelt. In Zukunft könnte sie auch in das regionale und überregionale Radverkehrsnetz eingebunden werden, um für Touristen attraktiv nutzbar zu sein. Anschlüsse gäbe es zu Radrundtouren ins Hellbachtal oder zur Alten Salzstraße. Gefördert wird ein Teil des Projektes durch Bundesmittel und die AktivRegion.

KONTAKT:
Manfred Kuhmann
Fachbereichsleiter
Telefon: 04542/803-207
E-Mail: manfred.kuhmann@stadt-moelln.de
WEITERE INFORMATIONEN:
www.moelln.de/klimaschutz

 

Stadt Kellinghusen

Die Anlehnbügel am Rathaus sind „multifunktional“ nutzbar
Kellinghusener Gruppe auf Tagestour im Holsteiner Auenland

Fahrradfahren ist „in“. Auch und gerade in Kellinghusen. Bietet die Stadt doch aufgrund ihrer Größe mit 8.000 Einwohnern und ihrer Lage in der „grünen Mitte Schleswig-Holsteins“ ideale Voraussetzungen für den Veloverkehr. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn diese umweltschonende und gesunde Art der Fortbewegung eine ständig größere Anhängerschar findet. Einen hohen Stellenwert hat das Fahrrad im Alltagsbereich insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und Senioren. Als Freizeitverkehrsmittel steht es bei allen Altersgruppen hoch im Kurs. Nicht gering einzuschätzen: Auch bei Touristen wird Fahrradfahren immer beliebter. Für alle Radfahrenden wurde die Radwegweisung nach der Empfehlung des Landes Schleswig-Holstein konsequent umgesetzt.

Die Stadt fördert seit geraumer Zeit den Rad- und Fußverkehr auch in der Form, dass in Zusammenarbeit mit der Verkehrsaufsicht, der Polizei und den Straßenbaulastträgern sowie sachkundigen Bürgern (z. B. vom ADFC) bei
Verkehrsschauen verstärkt die Belange der Nahmobilität Berücksichtigung finden.

Zur Stärkung des Alltagsradverkehrs beteiligt sich Kellinghusen seit einigen Jahren an der Aktion STADTRADELN – und das mit wachsenden Teilnehmerzahlen. Verschiedene Nachbarschaftsgruppen und Vereine organisieren geführte Radtouren. Das kostenlose und offene Angebot des örtlichen ADFC – mehr als 100 Touren über das ganze Jahr verteilt – wird von
der Stadt logistisch unterstützt.

Aber – nichts ist so gut, als dass es nicht verbessert werden könnte. Kellinghusen ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft RAD.SH
und erhofft sich einen Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen zur weiteren Entwicklung sozialer und umweltschonender Mobilitätskonzepte.
Konkret steht die Stadt mit einer bereits beschlossenen Anbindung an das Eisenbahnnetz mit Haltepunkt in der Stadtmitte vor einer Neuordnung des Mobilitätsverhaltens.

Ein ergänzender Aspekt ist die Erwartung, dass durch Lobbyarbeit seitens der RAD.SH die Nahmobilität – also der Fuß- und Radverkehr – in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit gestärkt wird und weiter an Akzeptanz gewinnt.

KONTAKT:
Heinz-Jürgen Heidemann
Telefon: 04822/6829
E-Mail:
heinz-juergen.heidemann@adfc-sh.de

Kreis Segeberg

Seit Mai 2016 verfügt der Kreis Segeberg über einen ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten. Er leitet den Radverkehrsbeirat, der in der
Regel dreimal jährlich zusammentritt. In dem zehnköpfigen Gremium sind Kommunen, der ADFC, der Radsport, der Radtourismus und der Naturschutz des 268.000 Einwohner zählenden Kreises vertreten. Der Radverkehrsbeirat spricht Empfehlungen zur Radverkehrsförderrung aus, die dann im Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz (UNK) behandelt werden.

Nach dem Motto „Kreis Segeberg steigt auf … das Rad!“ ist der Radverkehrsbeauftragte Ansprechpartner für Verwaltung, Selbstverwaltung und Öffentlichkeit in allen Angelegenheiten der Radverkehrsförderung. Er ist in dieser Hinsicht Bindeglied und Mittler zwischen der Kreisverwaltung, dem Kreistag und seinen Ausschüssen, den Ämtern und Gemeinden des Kreises, der Landesverwaltung, den Vereinen und Verbänden in den Bereichen Radverkehr und -tourismus.

Er arbeitet eng mit dem Regionalmanagement und den Klimaschutzbeauftragten des Kreises zusammen. Schwerpunktmäßig beteiligt er sich an der Fortschreibung und Umsetzung des Radverkehrskonzeptes des Kreises, an der Planung von Radschnellwegen in der Metropolregion Hamburg und an der Entwicklung der RAD.SH.

Das STADTRADELN, organisiert von der Klimaschutzleitstelle, ist zu einem festen Termin im Kalender des Kreises Segeberg geworden. Das Ziel ist es, für den Klimaschutz, mehr Radverkehr und eine bessere Radinfrastruktur einzutreten. Dafür werden die im Aktionszeitraum mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer in Teams gesammelt. So treten die am STADTRADELN Teilnehmenden untereinander in einen Wettbewerb um die meisten CO2-frei zurückgelegten Kilometer. Dabei ist es unerheblich, ob die Wege zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf oder in der Freizeit zurückgelegt werden, entscheidend ist der Verzicht auf das Auto in der alltäglichen Mobilität. Der Kreis Segeberg beteiligt sich an dieser mittlerweile internationalen Kampagne des Klima-Bündnis e.V. seit 2015. Begonnen wurde mit3 teilnehmenden Kommunen, 343 Radelnden und über 70.000 Fahrradkilometern, entsprechend 10 t CO2-Emission. 2017 legten 7 Kommunen mit 837 Radlerinnen und Radlern mehr als 170.000 km in drei Wochen zurück, was einem CO2-Ausstoß von knapp 25 t entsprochen hätte. Dabei sticht die kreisangehörige Gemeinde Kattendorf mit den meisten zurückgelegten Kilometern pro Einwohner heraus und errang damit den Bundessieg 2017 im zweiten Jahr in Folge, Bebensee stand wieder als Zweiter auf dem Treppchen.

 

Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg AöR

Begehung im Rahmen des Fußverkehrs-Checks 2017

Im Jahr 2003 beschlossen die Räte von Rendsburg (ca. 27.000 Einwohnerinnen und Einwohner), Büdelsdorf (ca. 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner) und elf Umlandgemeinden, einen gemeinsamen Gebietsentwicklungsplan zu schaffen. Damit sollte im Zeitraum von 15 bis 20 Jahren eine bedarfsgerechte, geordnete und auf Schwerpunkte ausgerichtete Siedlungsentwicklung der beteiligten Gemeinden und Städte im Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg eingeleitet und sichergestellt werden. Aus dieser Initiative heraus entwickelte sich in der Folge eine interkommunale, durch vertragliche Vereinbarungen gestützte Kooperation, die sich heute als Entwicklungsagentur für den Lebens und Wirtschaftsraum Rendsburg mit allen Fragen der kommunalen und regionalen Entwicklung befasst. Gemeinschaftliche Träger sind die kooperierenden Kommunen.

Wie der Anteil von 17 % am Modal Split (der Wahl des Verkehrsmittels) zeigt, ist Radfahren im Lebens- und Wirtschaftsraum alltäglich, anders als der Radtourismus wird es jedoch bisher nicht systematisch gefördert.

Von ihrer Beteiligung am Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ verspricht sich die Entwicklungsagentur eine beschleunigte Förderung des Alltagsradverkehrs. Das vom Bund geförderte Vorhaben „Fahr Rad in Rendsburg – Integrierte Förderung des Alltagsradverkehrs in einer Stadt-Umland-Region“ soll die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad und die Anbindung des Fahrradverkehrs als Zu- und Abbringer an die Hauptachsen des öffentlichen Nahverkehrs verbessern, Transportlösungen „erfahrbar“ machen und Vorbildakteure unterstützen. Das Vorhaben soll bis zum Jahr 2020 umgesetzt sein.

Mit dem Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ will der Fachverband Fußverkehr Deutschland e. V. Grundlagen für eine strategische Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene entwickeln. Rendsburg wurde als eine von fünf Modellstädten ausgewählt, in denen im Jahr 2017 Fußverkehrs-Checks und Workshops durchgeführt wurden. Diese dienten dazu, einen Handlungsleitfaden zu entwickeln, der den Städten und Gemeinden durch Praxishinweise und Erfahrungswerte Entscheidungshilfen geben und sie bei der Erstellung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie unterstützen soll. Begleitet wird das Vorhaben, das bis Ende März 2018 vom Umweltbundesamt unterstützt wird, von einem Fachbeirat.

KONTAKT:
Annika Müller
Klimaschutzmanagerin Mobilität
Telefon: 04331/206-303
E-Mail: annika.mueller@
entwicklungsagentur-rendsburg.de

 

 

Geplante Servicestation in Rendsburg, Janiak+Lippert, Architekten und Ingenieure GmbH, Fockbek

 

 

Gemeinde Barsbüttel

Fuß- und Radweg zum neuen Nahversorgungszentrum
Fuß- und Radweg zum neuen Nahversorgungszentrum

Die Gemeinde Barsbüttel gehört zum Kreis Stormarn und ist Teil der AktivRegion Sieker Land Sachsenwald. Sie liegt im Osten der Metropolregion Hamburg und besteht aus den 4 Ortsteilen Barsbüttel, Stemwarde, Stellau und Willinghusen mit insgesamt fast 12.500 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Fuß- und Radwegverbindung zum Nahversorgungszentrum

Das im Jahr 2016 fertiggestellte Nahversorgungszentrum der Gemeinde Barsbüttel schafft mit seinem vielfältigen Angebot an Supermärkten, dem Wochenmarkt, einer Drogerie, einer Apotheke und Arztpraxen sowie anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens einen neuen zentralen Anlaufpunkt im Herzen des Ortsteils Barsbüttel. Damit das Nahversorgungszentrum von den südlich und östlich gelegenen Wohngebieten auch ohne Pkw, also zu Fuß oder mit dem Fahrrad, erreicht werden kann, wurde ein lange bestehender Trampelpfad befestigt, beleuchtet und mit ergonomischen Bänken versehen, welche zum Verweilen einladen. Um eine attraktive Atmosphäre zu schaffen, wurden Blumenrabatten angelegt. Da die Wegführung durch die vorangegangene langjährige Nutzung bereits optimiert war, konnten sowohl die aufwendige Planung entfallen als auch die damit verbundenen erheblichen Planungskosten eingespart werden. In erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem privaten Grundstückseigentümer des Nahversorgungszentrums wurde zudem eine Rampe mit Geländer errichtet, um einen barrierefreien Zugang zu den Geschäften zu ermöglichen. Von dem neuen Geh- und Radweg profitiert gleichermaßen das benachbarte AKKU, das Jugendzentrum für „Aktion und Kultur“, der Friedhof und die benachbarte Seniorenwohnanlage.

KONTAKT:
Ricarda Ladage
Stadtplanerin
Telefon: 040 /67072-424
E-Mail: ricarda.ladage@barsbuettel.landsh.de

 

Landeshauptstadt Kiel

Frühzeitig hat Kiel die Bedeutung des Fahrrads für eine umweltfreundliche Mobilitätspolitik erkannt und kontinuierlich Maßnahmen umgesetzt. Im Ergebnis entstand ein Radnetz mit guter Infrastruktur, das die ganze Stadt umfasst. Neben dem Ausbau klassischer Radwege wurden moderne Führungslösungen, wie Schutzstreifen und insbesondere Radfahrstreifen, realisiert. Die Ausweisung von zahlreichen Fahrradstraßen in ruhigen Wohngebieten, das großflächige Einrichten von Tempo-30-Zonen, die Öffnung von Einbahnstraßen in beide Richtungen für den Radverkehr sowie der Aus- und Neubau eigenständiger Radwege bzw. gemeinsamer Rad-/Gehwege erlauben entspanntes Fahren abseits von Hauptstraßen oder sogar gänzlich ohne Kraftfahrzeugverkehr.

Ein ausgedehntes Veloroutennetz mit durchgängiger übersichtlicher Radwegweisung bietet auch Ortsunkundigen einfache Orientierung auf attraktiven Verbindungen. Während andere Städte erst Radschnellwege planen, baut Kiel schon: die Veloroute 10 u. a. mit Brücken über Hauptverkehrsstraßen und unschlagbar kurzen Fahrzeiten für Ortsteilverbindungen.

An der Optimierung der Ampelschaltungen wird kontinuierlich gearbeitet, um zügiges Vorankommen ohne unnötige Unterbrechungen zu gewährleisten, und am Ziel finden sich Abstellmöglichkeit für das Rad. Ein dichtes Netz der „Kieler Bügel“ erschließt die Stadt, ergänzt durch Bike-and-Ride-Anlagen an den Bahnhöfen sowie vielen Bushaltestellen. Und am Hauptbahnhof bietet die Radstation „Umsteiger“ eine bewachte Abstellanlage, Radverleih sowie Radreparatur und Verkauf von Fahrradzubehör.

Zur Planung einer Radtour gibt es einen Fahrradstadtplan. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Radtourenvorschläge der Stadt Kiel, erhältlich als Flyer oder auch als Download-Track. Beispielsweise die Tatort-Tour auf den Spuren von Kommissar Borowski, die Spielplatztour oder die Strandtour. Ein besonderes Erlebnis ist die kilometerlange Fahrt direkt am Fördeufer entlang. Bei maritimer Atmosphäre Seeluft schnuppern… welche Stadt kann das schon bieten? In Kiel macht Radfahren einfach Spaß!

Durch ein Fußwegeachsen- und Kinderwegenetz werden die einzelnen Ortsteile verbunden und die jeweiligen Wohnquartiere mit Schulen, Bus- und Bahnhaltestellen, Supermärkten sowie Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten, Kindertagesstätten sowie Sport- und Spielstätten erschlossen. Bei der Planung werden die Bürgerinnen und Bürger beteiligt und für die Kinder gibt es ein Wegetagebuch. Die Auswertung und die Vorschläge fließen mit Handlungsschwerpunkten in die Weiterentwicklung des Konzepts

KONTAKT:
Uwe Redecker
Radverkehrsbeauftragter
der Landeshauptstadt Kiel
Geschäftsführung Kieler Fahrradforum
Telefon: 0431/901-2251
E-Mail: Uwe.Redecker@kiel.de

Christian Stamer
Ansprechpartner für Fußverkehr der Landeshauptstadt Kiel
Telefon: 0431/901-2249
E-Mail: Christian.Stamer@kiel.de

OBEN:
Der „Umsteiger“ mit bewachter Abstellanlage, Radverleih sowie Reparatur und Verkauf von Fahrradzubehör

DARUNTER:
Beispiele für Fahrradstraße und Radfahrstreifen im Zentrum der Stadt.